| SERAPHIM | SERAFIM
Der Seraph sitzt nach Beschreibungen des Buchs Jesaja an der Spitze der Hierarchie der Engelschöre und viele Geschichten über deren Herkunft und Namen ranken sich um sie. Es gibt aber noch immer keine gesicherten Erkenntnisse darüber. Man kann zwischen persischen Ursprüngen des Namens (dort bezeichnet das Wort Serapis eine Tiergestalt mit Schlangenköpfen), dem Ursprung aus dem hebräischen (ein möglicher Wortstamm bezeichnet das Anzünden, das aktive Brennen) und der Anlehnungen an ägyptischen geflügelte Wächter der Totenruhe fast alles finden. Uns erscheint die Version des jüdischen Ursprungs am glaubhaftesten. Franz von Assisi wurde, den christlichen Geschichten folgend, von einem Seraph stigmatisiert und trägt aus diesem Grunde den Beinamen "Seraphicus" - der durch den Glaubenslehrer begründete Order der Franziskaner wird in älterer Literatur auch der Seraphische Orden genannt. Daneben erschien einer dieser höchsten Engel auch der heiligen Theresa, die in Spanien unter anderem den Beinamen "seraphische Mutter" trägt, und betupfte sie mit einem "glühenden Pfeil" der ihr süßeste Schmerzen bereitete, so daß sie wünschte, für immer betupft zu werden.
Die Gestalt der Seraphim wird immer mit sechs Flügeln beschrieben. Darüber
hinaus gibt es verschiedene Quellen die von ebenfalls je sechs Armen und
Beinen, von mehreren Augenpaaren oder aber Rumpflosigkeit sprechen (also ein
Kopf mit sechs Flügeln). Wir haben auch Bibelauslegungen gefunden, wonach je
sechs menschliche Arme und Beine, sechs Flügel und ein menschlicher Kopf an
einem Schlangenleib den Körper des Seraphen gestalten; dies würde den
persischen Wortstamm stützen.
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